Die Kampagne „Geschichte lebt“ des Stadtmuseums Oldenburg ist mit dem Red Dot Award: Best of the Best ausgezeichnet worden. Die internationale Jury würdigte damit die besondere Gestaltungsidee und Umsetzung der Kampagne, mit der das Stadtmuseum im Vorfeld seiner Wiedereröffnung in der Stadtgesellschaft präsent blieb. Entwickelt wurde die Kampagne gemeinsam mit der Agentur Heine/Lenz/Zizka. Ausgehend von den inhaltlichen Themen und der strategischen Ausrichtung des Stadtmuseums entwickelte die Agentur die kreative Leitidee für die Kampagne.
Im Mittelpunkt von „Geschichte lebt“ stand die Frage, wie das Stadtmuseum nach fünf Jahren Umbau und einer Zeit, in der es mit Ausstellungen und zahlreichen Aktionen bereits im öffentlichen Stadtraum präsent war, anlässlich seiner Wiedereröffnung auch als Museumshaus wieder ins Bewusstsein der Stadtgesellschaft rücken konnte. Die Kampagne machte dafür die Stadt selbst zum Ausgangspunkt: Das Phänomen der Pareidolie – das Erkennen von Gesichtern in Formen und Mustern – wurde zum zentralen Gestaltungselement. Augen tauchten an unterschiedlichen Stellen im Stadtraum auf und ließen Gebäude, Orte und Objekte scheinbar lebendig werden. Die Idee dahinter: Die Stadt blickt zurück und macht neugierig auf die Geschichten, die in ihr stecken.
Besonders sichtbar wurde die Kampagne durch eine Lichtinstallation am Neubau des Stadtmuseums. In den Abendstunden verwandelte sich das Gebäude in ein überdimensionales, wachsames Gesicht. Auch die Stadtgesellschaft konnte Teil der Kampagne werden: Postkarten mit Augen luden dazu ein, historische Orte und Objekte in der Stadt mit dem Kampagnenmotiv zu versehen. Ein Instagram-Filter ermöglichte es zudem, die Idee unterwegs aufzugreifen und eigene Beiträge zu erstellen. Diese Beiträge wurden wiederum Teil der Kampagne und machten die Idee auch über die digitalen Kanäle sichtbar.
Auch über Merchandise wie Buttons und Tragetaschen wurde die Kampagnenidee in den Alltag getragen. „Geschichte lebt“ war damit nicht nur eine Kommunikationskampagne, sondern begleitete den Wandel des Stadtmuseums über einen längeren Zeitraum und schuf bereits vor der Wiedereröffnung Aufmerksamkeit für das neue Museum.
Die Zusammenarbeit mit Heine/Lenz/Zizka begann bereits vor der Schließung des Stadtmuseums mit der Entwicklung eines neuen Corporate Designs und der Schließzeitkampagne „Museum findet Stadt“. Darauf aufbauend entstand die Kampagne „Geschichte lebt“, die den Wandel des Hauses sichtbar und im Stadtraum erlebbar machte.
„Dieser Preis ist eine große Freude für das SMO, da hiermit Stil und Form unserer Museumskommunikation ausgezeichnet werden“, sagt Dr. Steffen Wiegmann, Leiter des Stadtmuseums Oldenburg. „Idee und praktische Umsetzung sind gleichermaßen wichtig für einen Erfolg, daher ich gratuliere sowohl der Agentur HLZ, wie auch meinen beteiligten Kolleginnen und Kollegen am Stadtmuseum. Besonders möchte ich hier Luisa Jansen erwähnen, die nun seit bereits rund sechs Jahren die Kommunikation des Hauses verantwortet.“
Der Red Dot Award: Best of the Best ist eine Auszeichnung des internationalen Red Dot Design Awards für besonders herausragende Arbeiten innerhalb ihrer jeweiligen Kategorie.
Mehr Hintergründe und die im Rahmen der Kampagne eingereichten Beiträge sind hier zu finden.


Bei der Nacht der Museen am 12. September 2026 wurden die Augen nochmal an der Fassade des Stadtmuseums sichtbar. Foto: Caspar Sessler
