Am 1. September 1946 kamen die ersten britischen Soldatenfamilien im Rahmen der „Operation Union“ am Oldenburger Hauptbahnhof an. 80 Jahre später erinnert das Stadtmuseum Oldenburg gemeinsam mit dem Forscher Dr. John Goodyear von der University of Birmingham an dieses besondere Kapitel der Oldenburger Nachkriegsgeschichte. Rund 500 Ehefrauen und Kinder von Angehörigen der British Army of the Rhine waren mit dem Truppentransporter „Empire Halladale“ nach Deutschland unterwegs. Für viele Familien bedeutete die Reise, nach langer Trennung wieder mit ihren Angehörigen zusammenleben zu können.
Eine sogenannte Projektfläche im zweiten Obergeschoss der Dauerausstellung informiert bis Ende des Jahres über die „Operation Union“. Sie präsentiert Forschungsergebnisse von Dr. John Goodyear, der die Beziehungen zwischen Großbritannien und Oldenburg untersucht. Ergänzend zeigt das Stadtmuseum neue Sammlungsobjekte zum Thema.
„Die Projektflächen bieten die Möglichkeit, wechselnde thematische Schlaglichter innerhalb der Dauerausstellung zu setzen“, sagt Museumsleiter Dr. Steffen Wiegmann. „Dies können neue Forschungsergebnisse, aktuelle Bezüge oder auch inhaltliche Exkurse sein. Wir freuen uns die Forschungsergebnisse von Dr. Goodyear zeigen zu können.“
Am Donnerstag, 3. Dezember, um 19 Uhr vertieft Dr. John Goodyear das Thema bei einem öffentlichen Vortrag im Foyer des Stadtmuseums. Dabei geht es nicht nur um die „Operation Union“, sondern auch um den Alltag britischer Familien in Oldenburg nach 1945 und die Entwicklung der britisch-deutschen Beziehungen. Weitere Infos sind in Kürze auf der Homepage des Stadtmuseums zu finden.

Die Projektfläche zur Operation Union auf der zweiten Ebene der Dauerausstellung im Stadtmuseum Oldenburg, Foto: Stadtmuseum Oldenburg

Englische Siedlung am Fliegerhorst, um 1955, Quelle: Stadtmuseum Oldenburg
